Macht Bier eigentlich dick ? 

Daß Bier gelegentlich als "flüssiges Brot" bezeichnet wird, legt die Vermutung nahe, daß Bier eine

"Kalorienbombe"

sei. 

Hier werden die Hintergründe und Zusammenhänge aufgezeigt.

Die Bezeichnung des Bieres als flüssiges Brot" geht auf Jahrhunderte zurück, in denen Bier in einem geringen und wenig differenzierten Nahrungsangebot ein Grundnahrungs- mittel unter wenigen verfügbaren Nahrungsmitteln  war. Es ist heute als Nahrungs- und Genußmittel jedoch Bestandteil eines vielfältigen und sehr viel differenzierteren Nahrungsmittelangebots.

Als die Mönche im Hochmittelalter in Mittel-europa, neben der Missionstätigkeit und Befolgung der klösterlichen Regeln, zur Eigenversorgung Landwirtschaft betrieben, begannen sie auch Bier zu brauen. 

Dieses Bier war bei den Ordensbrüdern nicht nur Durstlöscher, sondern konnte, wenn es entsprechend kräftig eingebraut war (Fastenbier"), auch die karge klösterliche Kost aufbessern und die strenge Fastenzeit erträglicher gestalten. Denn, so eine alte Mönchs-Regel: Flüssiges (Bier) bricht das Fastengebot nicht." Daraus entstand die Bezeichnung des Gerstensaftes als flüssiges Brot", weil Bier im Kloster ebenso wie bei der Bevölkerung als wertvolles Nahrungs- mittel galt. In Bayern wird Bier deshalb oft heute noch als Grundnahrungs- mittel bezeichnet. Den Medizinern und Ernährungswissenschaftlern ist es erst in den letzten Jahrzehnten gelungen, das

 


allgemeine Vorurteil, Bier mache dick, wissenschaftlich zu widerlegen.

Bier macht nicht dick - aber Bier macht Appetit! Die appetitanregenden Komponenten des Bieres, Hopfen, und Alkohol sowie die Kohlensäure, stimmen den Magen auf eine gute Mahlzeit ein. Dies verführt manchen dazu, mehr zu essen, als er eigentlich möchte und zur normalen Lebensweise benötigt.

Hinzu kommt, daß Bier sehr leicht verdaulich ist, weil seine Nährstoffe durch Mälzen und Brauen bereits auf natürliche Weise aufbereitet sind und vom Körper sofort aufgenommen werden können, ohne belastend zu wirken.

Was kaum jemand beachtet:

Bier rangiert in der Kalorientabelle mit 44 kcal/100 g weit niedriger als etwa Vollmilch (66 kcal/100 g), Traubensaft (74 kcal/100 g) Wein (70 kcal/100g) oder Sekt (80 kcal/100 g) !

 Von den alkoholhaltigen Getränken ist Bier das "kalorienärmste" ! 

Gesund leben und richtig zu essen bedeutet deshalb keineswegs, auf Biergenuß verzichten zu müssen. Im Gegenteil: Bier in Maßen (gemeint ist nicht das gleichnamige bayrische Trinkgefäß) wird durch Ernährungswissenschaftler ebenso empfohlen, wie das allseits bekannte Glas Rotwein. Nach Prof. Dr. Hans Hoffmeister von der Freien Universität Berlin führt der mäßige Genuß von Bier zu einer niedrigeren Gesamt- sterblichkeit und verringert besonders das Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen. Moderater

Bierkonsum wirkt sich auch positiv auf die "guten" HDL-Cholesterinwerte aus

und ergab bei Untersuchungen von Prof. Dr. Josef Keul, Universitätsklinik Freiburg, daß bei Personen, die regelmäßig Bier mit Maß und Ziel konsumierten im Durchschnitt weniger hohe Blutdruckwerte festgestellt wurden, als bei Personen, die kein, oder übermäßig Bier zu sich nahmen. Zusammenfassend ergibt sich daraus, daß gerade der Genießer ernährungsbewußt sein sollte, sowohl beim Trinken wie beim Essen.

Lesen Sie auch weitere Publikationen des deutschen Brauerbundes, zum Thema Bier und Gesundheit  oder andere wissenwerte Fakten "rund um´s Bier". Wir haben bei unseren "Bier-Links" einige interessante Internetadressen für Sie zusammengestellt.